Orthesen

Silikon-Orthesen

Eine Silikon-Orthese besteht aus einem 2-Komponentensilikon-elastomer. Diese Silikonmassen sind formbar und härten in verschiedenen Härtegraden aus. Silikon-Orthesen können individuell an die Zehen angepasst werden. Schmerzende oder immer wieder entzündete Hühneraugen, Operationsnarben oder andere Druckstellen können so dauerhaft entlastet werden. Die Silikon-Orthese findet auch beim Hallux valgus, Hammer- oder Krallenzehen und bei Zehenamputationen ihre Verwendung. Silikon-Orthesen können entlastend oder korrigierend wirken.

 

Wichtig zu Beachten

Eine Silikon-Orthese darf nicht schmerzen und nicht stören. Bei Problemen ist es wichtig, sich so rasch als möglich bei seiner Podologin zu meldet. Ziehen Sie die Orthese sofort aus, merken Sie sich genau wo die Schmerzen auftreten, damit die Podologin die Orthese korrekt anpassen kann.

 

Bei Patienten, die einer Risikogruppe angehören ist eine vorhergehende, speziell auf das Krankheitsbild bezogene Anamnese durch eine dipl. Podologin HF oder einer dafür von uns geschulten Podologin EFZ zwingend.  Hier dürfen auf keinen Fall neue Druckstellen entstehen. Die Definition der Risikogruppen finden Sie unter:  Schweizerischer Podologen-Verband SPV - Podologie Schweiz sowie auf unserer Startseite: "Praxis"

 

Pflege der Orthese

Die Orthese wird mit lauwarmem Seifenwasser gereinigt und mit einem feinen Tuch abgetrocknet. Die Silikon-Orthese ist hitzeempfindlich, Wärmequellen wie Öfen können das Orthesenmaterial schädigen oder die Orthese verformen. Damit ist die Passform und Hygiene nicht mehr gewährleistet.

 

Über Nacht wird die Orthese nicht getragen.

 

Achten Sie auf angepasstes Schuhwerk, die Zehenbox muss genug Platz für die Zehen und die Orthese bieten. Falls Sie Kompressionsstrümpfe tragen, ist es empfehlenswert, sich solche mit offener Fussspitze zu besorgen.

Entlastung eines Hühnerauges zwischen den Zehen 4 und 5 mit einem Silikonkeil.
Entlastung eines Hühnerauges zwischen den Zehen 4 und 5 mit einem Silikonkeil.